Traumatisierung im Kontext von Krieg und Flucht – Vortrag von Prof. Pia Andreatta

Am 14. September hat Prof. Pia Andreatta im gut gefüllten Konferenzsaal der Psychosomatischen Privatklinik Bad Grönenbach einen Fachvortrag zum Thema „Traumatisierung im Kontext von Krieg und Flucht“ gehalten und sprach über die Bedeutung für die klinische Tätigkeit. Sie führte ihre Überlegungen und Forschungsergebnisse zu den Folgen einer sequentiellen Traumatisierung aus. Die Definition der Posttraumatischen Belastungsstörung hält sie für zu eng, da sie viele psychische Folgen der Traumatisierung unberücksichtigt lässt. Bei der Behandlung plädiert sie für eine tief menschliche Form der Anteilnahme und des Mitgefühls, das in ein individualisiertes Vorgehen eingebettet ist. Der Vortrag stieß auf begeistertes Interesse der Zuhörer und mündete in eine lebhafte und interessante Diskussion. PROF. PIA ANDREATTA lehrt und forscht an der Universität Innsbruck. Sie ist Psychotraumatologin, Klinische Psychologin und Notfallpsychologin für internationale Einsätze und hat Erfahrung in Tauma- und Konfliktarbeit vor Ort u.a. in Sri Lanka, Syrien (Aleppo), in Gaza/Israel und im Libanon. Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassen die Themen Traumatisierung durch Krieg, Flucht und Vertreibung , Sekundärtraumatisierung (der Hilfskräfte) sowie die Problematik von Schuld ohne Absicht.
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