25. 10. 2017

3. humedica-Unternehmertag am 27. September 2017 in Kaufbeuren

Foto: Wolfgang ZwanzgerHerr Dr. von Wahlert war zu Gast beim 3. humedica-Unternehmertag in Kaufbeuren. Das Thema der diesjährigen Veranstaltung lautete "Werteorientiertes Führen". Diese bereits dritte Auflage des Unternehmertages zog Entscheider und Führungskräfte aus ganz Deutschland nach Bayern. Namhafte Persönlichkeiten wie der scheidende Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer (CSU) oder Bestseller-Autor Erik Händeler waren ebenfalls zu Gast und bereicherten die Veranstaltung durch ihre Vorträge.

Weitere Informationen zum Unternehmertag finden Sie hier!


humedica e. V. mit Hauptsitz in Kaufbeuren ist eine internationale Nichtregierungsorganisation, die seit ihrer Gründung im Jahre 1979 in über 90 Ländern unserer Erde humanitäre Hilfe leistete. Ziel der Arbeit von humedica ist es, Menschen zu helfen, die durch Katastrophen oder strukturelle Armut in Not geraten sind. Neben dem Schwerpunkt auf medizinischer Not- und Katastrophenhilfe engagiert sich humedica auch im Bereich der Versorgungshilfe sowie in langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit. Möglich wird diese Arbeit durch die Unterstützung ehrenamtlicher Einsatzkräfte und Helfer sowie lokaler Partnerorganisationen und Mitarbeiter in den einzelnen Projektländern. Der sorgfältige und verantwortungsvolle Umgang mit Spendengeldern wird seit 2008 jährlich durch die Auszeichnung mit dem DZI-Spendensiegel bestätigt.


Foto: Herr Dr. von Wahlert im Gespräch mit Einsatztrainingsleiter Klaus Ruhrmann aus Rheda-Wiedenbrück über die Notwendigkeit, die freiwilligen Einsatzkräfte zum Thema "Posttraumatische Belastungsstörung und Sekundärtraumatisierung von Einsatzkräften" zu informieren. (Bildquelle: Wolfgang Zwanzger)

 

22. 06. 2017

Patientenzufriedenheit

Für das erste Quartal 2017 liegen nun die Ergebnisse der Patientenbefragung vor:

 

Empfehlungsquote BG

Patientenzufriedenheit BG

14. 03. 2017

Auf der Suche nach neuen KraftquellenLegau

Dr. med. Jochen von Wahlert hat auf dem diesjährigen Fachtag der AWO Fachkliniken Legau und Schönau einen Vortrag zum Thema "Depression" gehalten.Die Ursachen sind multifaktoriell und auch die Symptome so vielfältig wie die Menschen, die unter ihnen leiden, so Dr. Jochen von Wahlert. Die sekundäre Traumatisierung der Kinder der Nachkriegsgeneration, Bindungsstörungen, Trauma, Genetik aber auch die Folgen von vielen Medikamenten, Stress bis hin zur Zusammensetzung der Darmbakterien etc. könnten Ursachen sein.
Bei der Vergabe von Antidepressiva sind seit Jahren steigende Verkaufszahlen zu beobachten. Der Facharzt für psychosomatische Medizin merkt an, dass unabhängige Gegenstudien mit Placebo kaum signifikant besser oder schlechter wirken. Welche Langzeitwirkung die Vergabe von Antidepressiva auf unser Gehirn hat, ist für Dr. von Wahlert ebenfalls nicht ausreichend erforscht. Auch die Frage welche Erkrankung - Sucht, Depression oder ein Burnout -  zuerst aufgetreten ist, lässt sich nicht immer eindeutig beantworten.

 

08. 03. 2017

Exkursion Genuss und Abenteuer

Patienten der Psychosomatischen Privatklinik Bad Grönenbach haben eine Genusswanderung unternommen.

Ein Erfahrungsbericht von Erlebnispädagoge Mario Winkler

In den Pfützen des Regens der vergangenen 24 Stunden spiegeln sich die letzten Regenwolken über dem Ort. An einigen Stellen blitzt ein sanftes Blau des Himmel durch und verspricht den erhofft schönen Tag. Im Speisesaal beim Frühstück herrscht spürbare Vorfreude auf eine Wanderung im Allgäu unter den 15 Teilnehmern. Die Fahrt übers Allgäuer Tor eröffnet den ersten Blick in Richtung der Alpen, welche von dünnen Wolkenschleiern verhangen sind. In der Ferne ragt der Grünten als Wächter des Allgäus weithin sichtbar in den Himmel. Die Landschaft wirkt sonnenbeschienen und frisch verschneit, mit einem eigenen Zauber beruhigend, entgegen der inneren Aufregung.

An einer kleinen Kapelle beginnt die Tour in 5 cm Neuschnee, mit dem Fokus auf dem Weg anstatt auf dem Ziel. Weg von der gesellschaftlich bedingten Leistungsorientiertheit, hin zum Wahrnehmen des Genusses. Nach einer kurzen Eingehphase bietet sich die Gelegenheit, eigene Spuren im Schnee zu hinterlassen. Ein Bild, welches dank des Schnees bleibt. Kreuz und quer, ziellos mit Richtung nimmt sich jeder die Zeit, welche er braucht. In einer Spirale kommen alle wieder zusammen um mit dem Gefühl, wieder in der Gruppe angekommen und willkommen zu sein, summend weiterzuwandern. Zwitschernde Vogelstimmen werden bestimmt. Spuren von Dachs, Reh, Hase, Fuchs und Eichhörnchen entdeckt. Die Umgebung wird wahr genommen, der Weg gespürt, das Ziel verschwindet in seiner Präsenz.

Die Stimmung, welche durch den Dunstschleier im Tal und in den gegenüberliegenden Bergen der Nagelfluhkette am Horizont entsteht, strahlt eine wundervolle Magie aus. Alles wirkt auf eine geheimnisvolle Art, wie ein großes Schwarz-Weiß-Bild mit gut verborgenen farbigen Tupfern, während über der Wandergruppe die Sonne auf die noch unberührten Hänge scheint. Es klingt einfach und unbeschwert, was es in der Stimmung auch ist. Doch die oft ungewohnten Höhenmeter lassen die Schenkel spürbar werden und zeigen eigene Grenzen auf, welche wahrgenommen und berücksichtigt werden wollen. Die Spur eines Hirsches lädt zu einer entspannten Pause ein. Stille ist schwer zu beschreiben, wenn man sie nicht selber erleben durfte. Nur das Stapfen der Schritte im tiefer werdenden Schnee und ein paar Vögel sind hörbar, als die Gruppe bewusst schweigend den Winterzauber eines tief verschneiten Waldstückes genießt.

Ein letzter Schritt auf einen freien Bergrücken mit einem Gipfelkreuz und einem schönen Blick über die tiefer liegenden verschneiten Häuser unterhalb des Hauchenbergs. Der höchste Punkt wird sichtbar, Spuren anderer Wanderer mischen sich mit denen der Gruppe und zeigen den Weg zum Alpkönigblick, einem 12 Meter hohen Aussichtsturm mit tollem Blick über Voralpen, Allgäuer Alpen, Tannheimer Tal und Lechtal. Während die Ersten bereits die Stufen des Turmes erklimmen, erhoffen sich vereinzelte die versprochene Unterstützung im Umgang mit ihrer Höhenangst. Stück für Stück, Schritt für Schritt, mit wanderndem Blick werden die Grenzen zwischen Angst und Wirklichkeit wahrgenommen und verschoben. Oben angekommen arbeiten sich die Blicke mit Rücksicht auf dieses flaue Gefühl im Magen langsam aus der Ferne in die nähere Umgebung. Jedem gelingt es auf seine eigene Weise dahin zu kommen, das Sein in der Höhe bewusst zu genießen. Nach einer knappen Stunde geht es auf einem anderen Weg Richtung Abstieg. Eine Weile begleitet uns der breite abfallende Rücken des Berges, bevor wir uns im Wald südlich wenden, um den konzentrativ fordernden Weg nach unten zu meistern. So endet eine Genusswanderung mit einem Abenteuer für alle Beteiligten, wobei der Genuss auch im Nachhinein als sehr präsent zurückgemeldet wurde.

10. 01. 2017

xAusflug Kremer Farben 019Exkursion zu Kremer-Pigmente

Patienten und Mitarbeitern sind als Exkursion in das ca. 15 Kilometer entfernte Aichstetten gefahren. Ziel war die umgebaute Mühle, in der sich seit 1984 die Farbenfirma "Kremer Pigmente" befindet, die Rohstoffquelle für Künstler, Restauratoren, Schulen und Kindergärten ist. Ein Nischenlieferant für Sonderwünsche und alte Rezepturen von Farben, die im normalen Handel nicht zu erwerben sind. Hergestellt werden z. B. Originalfarben für Kirchengemälde, Pigmente für Kunstobjekte, verschiedene Mineralien und Cobaltsalze. In beeindruckender Weise wurde ein großer Teil des Angebots anschaulich präsentiert. Geschichten der Gewinnung von verfügbaren Gesteins- und Erdpigmenten, Pflanzenfarben, Farbhölzer, synthetische Pigmente, Bindemittel und diverse Rohstoffen wurden spannend erläutert.

Die Firma Kremer ist die einzige Firma weltweit, die nach einer alten Rezeptur noch das Pigment Fra-Angelico-Blau aus dem Edelstein Lapislazuli gewinnt. Genauso faszinierend ist die Veroner Grüne Erde oder Goldocker von der Insel Elba und viele weitere Rohmaterialien (Steine und Glas) die zur Pigmentherstellung verwendet werden. Bei der Führung konnten überdimensionale Mörser, elektrische Kugelmühlen, Schüttelsiebe für die verschiedenen Feinsiebungen, Laborküche, Lager und Versand in Augenschein genommen werden. Die bescheidene Ausrüstung, die handwerkliche, individuelle Note und der Idealismus verdient Anerkennung und hat bei den Besuchern einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.